Die Welt der Kreuzfahrten

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Einkäufe auf einer Karibik Kreuzfahrt

Shopping in der Karibik (Carnival Cruise Lines)

Shopping in der Karibik (Carnival Cruise Lines)

Karibik Kreuzfahrten sind zumindest für viele amerikanische Kreuzfahrer auch Reisen in ein Shoppingparadies. Duty-free-Shopping heisst das Zauberwort. Viele Karibikinseln sind Zollfreiheitsgebiete. In ihren Duty Free Shops werden Markenartikel aus aller Welt angeboten. An Bord vieler Kreuzfahrtschiffe gibt es Informationsveranstaltungen für Shoppingtouren an Land. Dort wird diskutiert, was man am besten wo auf einer Karibik Kreuzfahrt kaufen sollte. Von Schmuck und hochwertigen Uhren über Markenbekleidung bis hin zu edlen Spirituosen reicht das Sortiment der Geschäfte an Land. Viele haben Verträge mit den Reedereien was zumindest ein wenig Sicherheit gewährleistet. Die besten Einkaufsmöglichkeiten bieten St. Thomas, Sint Maarten, Barbados und Aruba.

Aber es gibt natürlich auch ein schönes Souvenir und andere Mitbringsel für die Lieben daheim. Originelles und landestypisches Kunsthandwerk findet man in großer Auswahl auf fast allen Karibikinseln. Jamaika und Trinidad, Geburtsstätten des Reggae und Calypso, bieten eine große Auswahl an CDs mit den neuesten Hits und Evergreens. Wenn Sie die Musik mögen, sind diese CDs eine wunderbare an Ihre Karibik Kreuzfahrt. Legen Sie einfach die CD ein und die Erinnerung an Ihre Karibik Kreuzfahrt wird wieder lebendig.

Grenada unterhält einen originellen Postservice : Kokosnüsse, frisch vom Markt, werden unverpackt, mit Adresse auf der dicken Haut, von der Post frankiert und als Gruß aus der Karibik in die ganze Welt verschickt. Puerto Rico ist das Schaufenster für amerikanische Waren. Inselspezialität sind holzgeschnitzte Heiligenfiguren, die „Santos“. Auf Martinique und Guadeloupe sind die Geschäfte so gut sortiert wie in Frankreich. Jamaika, Trinidad, Saint Lucia und Barbados: Von der auf diesen Inseln stark vertretenen Rasta-Sekte werden besonders schöne Lederwaren wie Sandalen, Taschen und Gürtel hergestellt, die es an Straßenständen gibt. Bummeln in den malerischen Haupstädten der Karibik gehört zu den Highlights einer Karibik Kreuzfahrt.

Essen und Trinken in der Karibik

Luc Olivier for the Martinique Tourist Board

Luc Olivier for the Martinique Tourist Board

Auf einer Karibik Kreuzfahrt gibt es reichlich und gut zu essen. Viele Kreuzfahrtschiffe sind schwimmenden Gourmet-Tempel mit einer Vielzahl unterschiedlicher Restaurants. Trotzdem sollten Sie es sich auf Ihrer Karibik Kreuzfahrt nicht nehmen lassen, einmal die landestypische Küche zu testen. Köstlich! Einfach köstlich und für uns einer der Höhepunkte jeder Karibik Kreuzfahrt.

Den Grundstock der karibischen Spezialitäten bilden tropische Früchte, Gemüse und vor allem Gewürze, eine große Auswahl an fangfrischem Fisch, Langusten, Krabben, Krebsen und Muscheln. Besonders zwei Gemüsearten, die die Europäer vor der Entdeckung Amerikas nicht kannten, die Tomate und die Pfefferschote (Chili), geben den Inselgerichten eine herz-hafte, würzige Geschmacksrichtung. Es gibt keinen einheitlichen Trend. Die karibische Küche wurde und wird von den Speisezetteln vieler Nationen beeinflusst: von Franzosen, Holländern, Spaniern, Amerikanern und Briten, von Dänen, Portugiesen, Indern und Chinesen, aber vor allem von Afrikanern. Man spricht allgemein von der „kreolischen Küche“.

Am bekanntesten ist die französisch-kreolische Kombination, die zu Recht weltweiten Ruhm genießt. Auf Martinique, Guadeloupe und den anderen französischen Inseln kann man wie Gott in Frankreich schlemmen. Deshalb sollte man die großen Restaurants meiden und nach einer „Chez Odette“ oder „Chez Catherine“ Ausschau halten. Die Namen der Köchinnen stehen Pate für viele kleine Familienbetriebe, die an ihren vier bis fünf Tischen alle Köstlichkeiten zu einem reellen Preis servieren: Accras, kleine Vorspeisen aus Fisch, Seeigeln, Kürbissen, Erbsen oder Hirn; Callaloo, die „Königin der kreolischen Suppen“ mit Krebsen, Fischen, Gemüsen und vielen Gewürzen; Blaff, marinierter Fisch, gedünstet in Bouillon a la Creole. Lambi, das rosa Fleisch der großen Meeresmuschel, ist auf vielen Inseln jahrzehntelang eine beliebte und billige Nahrungsquelle gewesen. Doch weil man glaubt, dass sie die Manneskraft stärkt, droht dieser Muschel wegen Überfischung die Ausrottung. Lambis werden als Salat, roh in Limonensaft mariniert, zubereitet, zur Soupe de Lambi und als Steak.

Jamaikas Spezialitäten sind: Currygerichte mit Lamm und Ziegenfleisch, Stamp & Go, gebackener Kabeljau mit gebratenen Bananen oder gedünstetem Wegerich, Rice and Peas, nicht mit Erbsen, sondern Bohnen, Zwiebeln und Kokosmilch und natürlich Jerk Chicken. Als Delikatessen Puerto Ricos gelten: Jueyes, gekochte Landkrabben in der Schale, Pescado guisado, Fischgulasch, Asopao, Reiseintopf mit Garnelen und Langusten oder Geflügel. Saint Lucia wirbt damit, die besten Langusten der Welt zu haben. Trinidad ist, durch den großen indischen Bevölkerungsanteil, berühmt für die schärfsten Currygerichte der Welt; die karibische Blutwurst und der Pfeffertopf sind hier ebenso zu Hause wie Sanococho, ein Rind-Schweinefleisch-Gemüseeintopf und Panatela-Kokosnusstörtchen. Es gibt viele gute chinesische Restaurants.

Auf den holländischen Inseln bereitet man den Edamer zu Keshiyena, einen mit Garnelen oder Geflügel gefüllten und gebackenen Edamer; hier findet man auch indonesische Reistafeln mit karibischer Geschmacksrichtung und Funchi- eine Art Tortilla. Dominica bereitet aus den Mountain-Chicken (Ochsenfröschen) riesige Froschschenkel gegrillt, gedünstet mit pikanten Soßen. Barbados ist unübertroffen in der Zubereitung von Fliegendem Fisch, Seeigeln und seinem kreolischen Pfeffertopf. Bananenspeisen sind über-all unendlich variabel, ebenso die Zubereitung der Brotfrucht und der Kokosnuss. Jams, Süßkartoffel, Ananas, Mango, Papaya, Avocado, Akee, Taro, Guava, Fisch, Schalentiere, Hühner, Rinder, Ziegen und Schweine und eine Vielzahl an Gewürzen machen den Reichtum dieser Küche aus.

Rum ist das Nationalgetränk aller Inseln. Auf Ihrer Karibik Kreuzfahrt wird Ihnen überall ein leckerer Rumpunsch angeboten. Sehr lecker aber auch sehr gefährlich. Unvorstellbare Mengen Rum werden in der Karibik jedes Jahr aus dem Zuckerrohr gewonnen, und es gibt kaum eine Insel, die nicht ihren eigenen typischen Rum destilliert. Jeder ist besser als die Sorten, die man zu Hause gekostet hat. Ein guter Rum sollte zwischen fünf und 15 Jahre gelagert sein. Zu den erstklassigen Anbietern zählen: Mount Gay (Barbados), Don Q (Puerto Rico), Bally und La Mauna (Martinique), Appleton und Cockspur (Jamaika). Die Destillerien von Mount Gay auf Barbados oder auch von Barcadi in Puerto Rico können Sie auf einer Karibik Kreuzfahrt im Rahmen eines Landausfluges besuchen. Ob pur oder auf Eis, als Pina Colada, Rum-Flip, Rum Sour, Banana Daiquiri (auf St. Thomas), Rum Collins oder Blue Mountain Cocktail – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Klima und Reisezeit für Karibik Kreuzfahrten

Die Oasis of the Seas ist ganzjährig in der Karibik

Die Oasis of the Seas ist ganzjährig in der Karibik

In der Karibik herrscht während des ganzen Jahres ein ausgeglichenes, gesundes, tropisches Klima mit einer fast gleichbleibenden Durchschnitts-temperatur um 29 Grad Celsius. Wetterveränderungen werden in der Karibik hauptsächlich durch Winde verursacht. Die Inseln erhielten in der Zeit der Segelschiffahrt die Bezeichnungen: „Inseln über“ und „unter dem Winde“. Von Trinidad bis zu den Jungferninseln liegen die Eilande unter den ständig von Osten her wehenden Passatwinden. Dieses natürliche Air-Conditioning schafft angenehme Kühlung und sorgt für das ausgeglichene Klima. Im Winter, der von Amerikanern und Europäern bevorzugten Reisezeit für Karibik Kreuzfahrten, gibt es weniger Niederschläge, und es ist etwas kühler. Die Hauptsaison beginnt etwas am 15. Dezember und endet am 30. April. Während dieser Zeit die meisten Kreuzfahrtschiffe in der Karibik unterwegs. Da kann es auf manchen Karibikinseln schon einmal etwas voller sein wenn mehrere Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen. Günstige Preise für eine Karibik Kreuzfahrt gibt es vor Weihnachten und in den ersten beiden Januarwochen.

Im Frühjahr ziehen viele Reedereien ihre Kreuzfahrtschiffe aus der Karibik ab. Darunter auch die bei deutschen Gästen so beliebten Anbieter TUI Cruises, AIDA Cruises, Costa Kreuzfahrten und MSC Kreuzfahrten. Aber auch die großen amerikanischen Reedereien setzen in dieser Zeit verstärkt auf Mittelmeer- oder Nordeuropa Kreuzfahrten. Das Angebot an Karibik Kreuzfahrten schrumpft also deutliche.

Von September bis Mitte Dezember haben viele Restaurants und Hotels geschlossen. In der sommerlichen Regenzeit gibt es heftige Schauer, die aber meist nur von kurzer Dauer und dabei erfrischend sind. Gefährlich können die von Juni bis August und noch vereinzelt im September und Oktober auftretenden Wirbelstürme sein, die Hurrikans. Als einzige Insel der Karibik ist Trinidad bisher davon verschont geblieben. Einem gut funktionierenden rechtzeitigen Warndienst ist es zu verdanken, dass die Zahl der Menschen, die früher dieser Naturkatastrophe zum Opfer fielen, stark zurückgegangen ist. Für Kreuzfahrtschiffe auf einer Karibik Kreuzfahrt stellen die Hurrikans keine Gefahr dar. Zum einen gibt es sehr gute Vorhersagen und zum anderen sind Kreuzfahrtschiffe deutliche schneller als Wirbelstürme. Mit Routenänderungen sollte man aber rechnen, wenn man in der Hurrikansaison eine Karibik Kreuzfahrt unternimmt.

Galveston freut sich auf die Carnival Magic

Water Works auf der Carnival Magic

Water Works auf der Carnival Magic

Die Carnival Magic ist derzeit auf dem Weg nach Galveston. Die attraktive Hafenstadt in der Nähe von Houston wird der neue Heimathafen des neuen Kreuzfahrtschiffes sein. Klar, dass man sich in der Stadt die Hände reibt. Schließlich ist die Carnival Magic ein großes Kreuzfahrtschiff, das viele Besucher nach Galveston locken wird. Entsprechend aufwendig wird die Begrüßung ausfallen. So wurden unter anderen auch die Grammy-Gewinner Maroon 5 verpflichtet.

Erst im Sommer wurde die Carnival Magic in Venedig feierlich getauft und zunächst für einige Wochen im Mittelmeer eingesetzt. Das Flaggschiff von Weltmarktführer Carnival Cruise Lines trifft in Galveston auf die Carnival Triumph. Die beiden Funships werden ganzjährig Karibik Kreuzfahrten von und nach Galveston absolvieren.

Andere Reedereien haben die Vorzüge des Hafens am Golf von Mexico ebenfalls erkannt. Rivale Royal Caribbean ist mit der Mariner of the Seas vor Ort. Die “Mariner” ist ein Kreuzfahrtschiff der Voyager Klasse von Royal Caribbean und genauso groß wie die Carnival Magic. Im kommenden Jahr 2012 werden auch die amerikanischen Reedereien Disney Cruise Line und Princess Cruises Karibik Kreuzfahrten von und nach Galveston anbieten. Die Disney Magic wird im September nächsten Jahres erwartet. Princess Cruises stationiert die erst 2006 in Dienst gestellt Crown Princess in Texas.

Insgesamt konnte man in Galveston also vier große Kreuzfahrtschiffe akquirieren. Die Stadt liegt auf einer Insel an der Galveston Bay unweit von Houston. Sie ist für ihre historische Altstadt und die schönen Strände gekannt. 2010 starten fast 850,000 Menschen in Galveston zu einer Karibik Kreuzfahrt.

Karibik Kreuzfahrten: Curacao

Curacao Tourist Board

Curacao Tourist Board

Curacao ist ein bekannter Name und – ganz im Wortsinn – in vieler Menschen Munde: als Likör! Sein Aroma entstammt jenen bitteren Orangen mit dicker, wulstiger Schale, die auf den Niederländischen Antillen wachsen und getrocknet werden, um nicht nur für Likör, sondern auch für Eau de Cologne und Seife verwendet zu werden. So wird auf den Etiketten dieser aromatischen Produkte ein Name in alle Welt getragen, von dem die wenigsten Konsumenten wissen, dass dies eigentlich eine Insel ist.

Curacao und ihre beiden ebenfalls niederländischen Nachbarinseln Aruba und Bonaire sind allesamt beliebte Ziele von Karibik Kreuzfahrten in die südliche Karibik. Die niederländischen ABC-Inseln liegen dicht vor der Küste Venezuelas.

Willemstad: Klein-Amsterdam in der Karibik

In der Hauptstadt Willemstad und ihren Vororten auf Curacao leben ca. 125.000 Menschen. Die Stadt ist für Ihre Häuser im niederländischen Kolonialstil berühmt. Die Altstadt liegt an einem Kanal, der das offene Meer mi einem großen Hafenbecken verbindet. Eine einzigartige Pontonbrücke wird an gegenüberliegende Ufer geschwenkt, wenn ein Schiff passieren will.

Eine ganze Reihe von Faktoren trägt dazu bei, diese Inselhauptstadt als „Klein-Amsterdam“ zu charakterisieren und in ihr vieles von der Atmosphäre der großen Schwester und Handelszentrale des alten Europa wiederzufinden. Vor allem ist es der Handel, der diesem einprägsamen Vergleich schon seit langem seinen Stempel aufgedrückt hat. Hinzu kommt die malerische Lage am Wasser, am Kanal wie an kleineren Hafenbecken, in denen sich die bunten Giebelfronten alter, gepflegter Häuser wider-spiegeln. Nur sind Leben, Licht und Farbenskala unter dem strahlenden Himmel der Karibik hier viel lebhafter, strahlender und bunter als an den Grachten der großen Schwester im Norden. In der Skala der Hautfarben nehmen die verschiedenen Mischungen zwischen Schwarz und Weiß die dominierende Bandbreite ein. Die Spielarten aller Hautfarben zeigen augenfällig, dass die Holländer in der Karibik ganz anders als ihre Landsleute in Südafrika seit Generationen ein Zusammenleben ohne Rassenschranken praktizieren. Das Papiamento, das die Einwohner dieser Insel sprechen, erscheint ebenso wie das dort anzutreffende Menschen-Spektrum aus verschiedenen Wurzeln gespeist, deren Herkunft einigen Aufschluss über die Geschichte der Inseln gibt. Spanisch, Portugiesisch, ein wenig Französisch, Holländisch, Englisch und einige westafrikanische Wortfetzen sind zu einem Idiom zusammengewachsen, das Außenstehenden im Zusammenhang nicht verständlich ist, auch wenn sie einige Fetzen aufschnappen und auch verstehen können. Dabei stammt aus der Sprache der Ureinwohner, eines Arawak-Stammes der Caiquetos oder Curazaos, nur der Name der Insel und gibt Aufschluss über den friedlichen Charakter der Bewohner, die hier im Jahre 1499 von dem spanischen Kapitän Alonso de Ojeda und seinem Navigator Amerigo Vespucci angetroffen wurden. Die Entdecker folgten der Route, die ein Jahr zuvor Kolumbus auf seiner dritten Reise vor dieser Küste und ihren Inseln eingeschlagen hatte und die in großem Bogen von der Mündung des Orinoco im Osten zurück nach Jamaika führte. Die Spanier setzten sich 1527 auf Curacao fest und betrieben hauptsächlich Viehzucht zur Gewinnung der Häute und Versorgung von Schiffen mit geräuchertem Fleisch. Doch waren es nur wenige spanische Siedler, die kaum Widerstand leisteten, als die Holländer ein Jahrhundert später Curacao mit Aruba und Bonaire eroberten. Ein Zustrom von holländischen Landsleuten, die von den Portugiesen aus brasilianischen Besitzungen vertrieben wurden, brachte neben der Kenntnis der fortgeschrittenen Zuckergewinnung auch einige portugiesische Sprachfetzen mit. Im Jahre 1642 kam der Gouverneur Peter Stuyvesant (1593-1672) nach Curacao und regierte zehn Jahre lang die Kolonie im Namen der Niederländischen Westindien-Company. Im Kampfe gegen die Portugiesen verlor er ein Bein. Danach wurde er nach Nordamerika versetzt, wo er 1647 als Gouverneur in der Stadt New Amsterdam eintraf, die er jedoch 1664 den überlegenen Engländern unter dem Kommando des Herzogs von York übergeben musste. Aus New Amsterdam wurde New York. Stuyvesant zog sich später die Ungnade der Handelsherren in Amsterdam zu und kehrte auf das ihm belassene Landgut Bouwerie nach New York zurück, der heutigen Bowery an der Spitze von Manhattan. Heute steht noch eine alte Bronzestatue des Peter Stuyvesant mit Holzbein und Stock vor einer Schule am Stadtrand von Willemstad; Lästerzungen nennen ihn den „Mann mit dem Raucherbein“ und reagieren damit auf die Tatsache, dass sein Name weniger wegen seiner historischen Bedeutung sondern wohl eher als Zigarettenmarke bekannt geworden ist. Der holländische Sinn für Ordnung, Sauberkeit und eine schmucke Gemütlichkeit hat überall auf der Insel seine Spuren hinterlassen. Schöne Herrenhäuser auf den Plantagen sind zum Teil als geschützte Baudenkmäler restauriert worden. Der alte Kern von Willemstad beiderseits des Hafenkanals und der Hauptstraße (Breedestraat) besteht zum größten Teil aus alten Häusern des 17. und 18. Jahrhunderts, die innen modernisiert und außen immer wieder restauriert worden sind. Nutzen Sie Ihre Karibik Kreuzfahrt um ein wenig durch Willemstad zu bummeln. Es gibt nicht nur schöne Gebäude sondern auch viele Geschäfte. Aber die Gebäude sind wirklich unheimlich schön und bieten gute Fotomotive. Dazu gehört die schöne Wasserfront der Handelskade mit ihren alten Giebeln, der stattliche Gouverneurspalast und die geschäftigen Straßen des Stadtkerns, in denen Waren aus aller Welt zollgünstig angeboten werden. Dort steht auch die Mikve-Israel-Emanuel-Synagoge aus dem Jahre 1732, das älteste Gotteshaus einer jüdischen Kolonie in der Neuen Welt. Ihr ganz europäisches Gesicht hat die Stadt auch der Tatsache zu verdanken, dass sie von großen Naturkatastrophen und Kriegen verschont blieb. Zwar besetzten die Briten Curagao während der Napoleonischen Kriege, doch danach wurde die Kolonie wieder den Holländern zurückgegeben und verblieb während der historischen Stürme über Europa in einer windstillen Ecke.

Auf Curacao gibt es fantastische Strände und herrliche Tauchgebiete. An manchen Stellen kann man direkt von Land aus zu einem Tauchgang starten. Wenn Sie kein Taucher sind, sollten Sie unbedingt eine Tauchbrille und einen Schnorchel mit auf Ihre Karibik Kreuzfahrt nehmen. Es macht einfach Spaß, die wunderbare Unterwasserwelt zu beobachten.

Was kann man sonst auf einer Karibik Kreuzfahrt nach Curacao unternehmen? Ein Besuch in einer Curacao Liqueur Factory ist zum Beispiel ein guter Tipp. Naturfreunde haben vielleicht Lust auf eine Tour durch die Christoffel Nationalpark. Wenn Sie mit Ihren Kinder auf einer Karibik Kreuzfahrt sind, ist das Curacao Sea Aquarium ein guter Tipp. Direkt nebenan befindet sich der Sea Aquarium Beach. Einer der schönsten Strände der Insel. Auf der Webseite des Curacao Tourist Board finden Sie viele Tipps und Adressen.

Karibik Kreuzfahrten: Barbados

Barbados Tourism Authority - UK

Barbados Tourism Authority - UK

Barbados ist wegen seiner Traumstrände und der Einkaufsmöglichkeiten in der attraktiven Hauptstadt Bridgetown eine der beliebtesten Ziele auf einer Karibik Kreuzfahrt. Diese Insel ist anders als die anderen. Das werden Sie schnell merken, wenn Sie auf Ihrer Karibik Kreuzfahrt in Barbados von Bord gehen. Das britische Flair ist überall spürbar.

Weit vor der Kette der Windward-Inseln – etwa 150 Kilometer – liegt sie als Wellenbrecher draußen im Atlantik, und zwar so weit, dass sie von den Wanderzügen der Kariben in ihren Einbaum-Kanus nicht berührt und von den Europäern im 16. Jahrhundert unbesiedelt angetroffen wurde. Später fand man doch noch Spuren menschlichen Lebens – Feuerstellen und Tonscherben – auf der Insel und vermutete, dass sie von Arawaks stammen, die schon bei der Nachricht vom Vordringen ihrer gefürchteten Todfeinde, der Kariben, die Flucht ergriffen hatten. Geologisch ist Barbados eine Kalksteinplatte aus Korallen und Muscheln ohne die vulkanischen Berge und Krater seiner westlichen Nachbarn. In der Geschichte Westindiens blieb die ausnahmsweise nicht von Kolumbus entdeckte oder getaufte Insel außerhalb des Tauziehens der Großmächte von der ersten Besiedlung an fest und unbestritten in britischer Hand, bis sie im Jahre 1966 zum souveränen Staat und Mitglied des Commonwealth erklärt wurde. Der einzige Nicht-Brite, der in der Geschichte der Insel eine nennenswerte Rolle gespielt hat, war der portugiesische Kapitän Pedro Campos, der die menschenleere Insel im Jahre 1511 anlief und sie nach den faserigen Luftwurzeln ihrer wilden Feigenbäume als „Los Barbados“ (die Bärtigen) in sein Logbuch eintrug. Dieser Name blieb haften, auch als hundert Jahre später die ersten Siedler aus England eintrafen und 1625 mit der Rodung des dichten Urwaldes begannen. Im Jahre 1652 wurde Barbados unter Oliver Cromwell zur britischen Kronkolonie erhoben.

Ideale Strände umsäumen die gesamte Insel. Zum Baden eignen sich die zahllosen Traumstrände im Westen und Süden der Insel. Wenn Sie auf Ihrer Karibik Kreuzfahrten einen Strandtag einlegen möchten, empfehlen wir Ihnen die Strände im Süden. Die Westküste von Barbados ist zwar berühmt, aber die Strände haben hier in den letzten Jahren an Breite verloren. Im Osten laufen die langen Brecher des offenen Atlantik auf weiten Sandstränden aus. Hier ist Schwimmen lebensgefährlich und nur geübte einheimische Surfer trauen sich in die Brandung. Dafür ist die Ostküste landschaftlich unheimlich attraktiv.

Barbados ist dicht besiedelt. Doch erweckt die Insel nirgendwo den Eindruck, von Menschenmassen überzuquellen, auch nicht im geschäftigen Zentrum der Hauptstadt Bridgetown. Dort steht auf dem Trafalgar-Platz die schlanke Marmorgestalt des Horatio Nelson und sein jugendliches Gesicht blickt versonnen auf das Verkehrsgetümmel der Broad Street, die zum neuen Hafen hinausführt und mit ihren Warenhäusern und Spezialgeschäften ein – für Besucher zollfreies – Warenangebot aus aller Welt bereithält. Viele Menschen nutzen eine Karibik Kreuzfahrt um zollfrei einzukaufen.

Die Bajans, wie sich die Leute von Barbados selber nennen, sind stolz darauf, dass ihre schon im Jahre 1815 errichtete Nelson-Statue 27 Jahre älter ist als die in London. Das den Platz überragende Parlamentsgebäude mit seinem Turm stammt aus dem Jahre 1874, doch ist die Institution des Parlaments weit älter. Schon im Jahre 1639 hatte sich eine gewählte Volksvertretung konstituiert, die – nach dem Londoner Unterhaus – als die Zweitälteste des Commonwealth gilt und seit der „Charter of Barbados“ von 1652 vor allem auch die Steuergesetze bestimmen konnte. Die Bajans hören es gern, wenn man ihre Heimat als „die Schweiz der Karibik“ bezeichnet und damit andeutet, wie sehr sich der soziale Standard des Inselstaates und seiner Bevölkerung von den Nachbarn abhebt.

Wenn Sie auf einer Karibik Kreuzfahrt nach Barbados kommen und keine Lust auf einen Tag am Strand oder auf Shopping haben, möchten Sie vielleicht eine Rumbrennerei besichtigen. Die berühmt Mount Gay Rum Brennerei kann besichtigt werden. Es gibt auch einige gut erhaltene Plantagenhäuser. Die Zuckerbarone der Insel waren märchenhaft reich. Das Sunbury Plantagtion House ist zum Beispiel einen Besuch wert. An der landschaftlich so attraktiven Ostküste gibt es die Andromeda Gardens. Ein wunderbarer Botanischer Garten mit vielen einheimischen Pflanzen. Sogar eine bekannte Tropfsteinhöhe gibt es auf der Insel. Sie können eine Karibik Kreuzfahrt nach Barbados aber auch für einen Segeltörn nutzen. Es gibt zahlreiche Anbieter und die Möglichkeit, mit Meeresschildkröten zu schwimmen.

 

Karibik Kreuzfahrten: Grenada

Grenada Board of Tourism

Grenada Board of Tourism

Karibik Kreuzfahrten nach Grenada sind leider nicht so häufig. In unserer Datenbank finden wir derzeit 88 Karibik Kreuzfahrten mit Ziel Grenada. Princess Cruises aber auch Costa Kreuzfahrten hat Grenada derzeit im Programm. Wenn Sie das Glück haben und auf Ihrer Karibik Kreuzfahrt auf die Insel zusteuern, sollten Sie an Deck sein. Der Anblick ist wunderschön. Wie ein Amphitheater umgibt die Hauptstadt St. Georges den Halbmond der Hafenbucht. Diese Bucht ist ein alter, halb im Meer versunkener Krater, der auch mit vulkanischen Regungen aufwartete. Im Jahre 1867 sackte plötzlich der Wasserstand im Hafen um eineinhalb Meter ab und Schwefeldämpfe entstiegen brodelnden Wirbeln. Dann stieg das Wasser plötzlich um 1,20 Meter über seinen Normalstand und dieser Vorgang des Absackens und Ansteigens wiederholte sich am gleichen Tage noch einige Male, wobei Schiffe und Gebäude beschädigt wurden. Seither schweigt der Vulkan unter der schönen Hafenbucht, doch ob diese Ruhe endgültig ist, das wird bei dem vulkanischen Temperament dieser Inselwelt wohl noch sehr lange eine offene Frage bleiben

Die Enttäuschung des Kolumbus, dass er die legendären, reichen Gewürzinseln Asiens nicht gefunden hatte, würde in eine späte Befriedigung umschlagen, wenn er sehen könnte, wie sehr Grenada, die Insel, die er auf seiner vierten Reise passierte, zu einem der bedeutendsten Gewürzlieferanten der Welt geworden ist. Dazu bedurfte es jedoch der Initiativen der Engländer, die die Insel 1783 den Franzosen entrissen und sich dann anschickten, das asiatische Gewürzmonopol der Portugiesen und Holländer zu brechen. Die südlichste der Kleinen Antillen, Grenada, bot Klima und Boden für viele Gewürze: Pfeffer und Safran, Vanille und Ingwer, vor allem aber für die von den Molukken stammende Muskat-Nuss, von der Grenada nunmehr ein Drittel der Welternte liefert. Diese Nuss ist eigentlich der Kern einer Frucht, die an langen Stielen am Baum hängt und einer großen Aprikose ähnlich sieht. Nach Entfernung der Schale und des Fruchtfleisches tritt der von Samenfäden umgebene Kern zutage. Diese Fäden werden als das Gewürz der sogenannten Muskatblüte eigens abgestreift und verarbeitet. Der harte Kern wird mit kleinen Hämmern aufgeschlagen, sein Inneres wird getrocknet und zu dem braunen, aromatischen Muskatnusspulver zermahlen. Neben seiner vielfältigen Anwendung in der Küche und bei Backwaren ist Muskat auch der Geheimtipp karibischer Barmixer bei besonderen Rum-Cocktails. Die Muskat-Nuss kommt aus zahlreichen kleineren Pflanzungen in geschützten Tälern und ist für die Insel so wichtig geworden, dass sie sogar auf der Flagge abgebildet ist.

Wenn sie auf einer Karibik Kreuzfahrt nach Grenada kommen, könnten Sie sich mit einem Wassertaxi direkt vom Hafen aus zum naheliegenden Grand Anse Beach begeben. Das ist einer der schönsten Strände der Insel. Es gibt zahlreiche Hotels, Tauchschulen und andere Wassersportmöglichkeiten. Für Ausflüge ins Landesinnere empfehlen wir Ihnen die Firma Sunsation Tours. Die Inhaberin spricht deutsch. Es gibt im Inselinneren dichten Dschungel und schöne Wasserfälle. Grenada ist ein tropisches Paradies.

Karibik Kreuzfahrten nach St. Lucia

St Lucia Tourist Board

St Lucia Tourist Board

Ähnlich wie Dominica ist St. Lucia eine sehr grüne Insel, nur noch vielgestaltiger und abwechslungsreicher. Auf einer Karibik Kreuzfahrt gibt es nur wenig schönere Ziele. St. Lucia ist ein tropisches Paradies mit wunderbaren Stränden und dichten Dschungel. In ihrem Zentrum erheben sich schroffe Dschungelberge. Die steilen Zwillingskegel der beiden Pitons an der Ostküste sind das Wahrzeichen der Insel und als „Zuckerhüte der Karibik“ bekannt. Mit ihren 750 und 799 Metern sind sie höher, als man meinen möchte, und überragen den berühmten Zuckerhut von Rio mit seinen 350 Metern um mehr als das Doppelte. In der Nähe dieser vulkanischen Kegel kann man mit dem Auto in einen harmlos-aktiven Krater hineinfahren. Dieser „Drive in Vulcano“ ist einer der beliebtesten Ausflugsziele auf einer Karibik Kreuzfahrt. Allerdings verbreiten die Schwefeldämpfe des Vulkans einen ätzenden Geruch. Die herumliegenden Lavabrocken sind mit einem grüngelben Belag überzogen. In Schlammlöchern brodelt es von aufsteigenden Gasen, weiße Dampffahnen wehen über dem zerklüfteten Gelände und zeigen an, wie sehr die Erde hier ihr inneres Temperament zu zeigen und zu zügeln weiß. Größere Ausbrüche hat es hier seit Menschengedenken nicht gegeben, während die großen Vulkane der nahen Nachbarinseln St. Vincent im Süden und Martinique im Norden mit ihren fast gleichzeitigen katastrophalen Ausbrüchen im Jahre 1902 auf eine unterirdische Verbindung schließen lassen.

In den Tälern der Insel St. Lucia breitet sich der dicke grüne Teppich von Bananenplantagen aus. Dieser Anbau ist hier an die Stelle des Zuckerrohrs getreten und beansprucht bei größerem Ertrag nicht so viele Arbeitskräfte wie das Zuckerrohr. Die Berge der Insel St. Lucia erreichen Höhen bis zu 935 Metern und bewirken auch in der Zeit des Nord-Ost-Passats von November bis April in gewissen Regionen Regenfälle, die der üppigen Vegetation zugutekommen

An den schönen Badebuchten der ruhigeren Ostküste haben Investoren größere Hotelkomplexe errichtet, die bei entsprechenden Preisen hohen Ansprüchen gerecht werden. St. Lucia ist keine billige Insel. Man setzt auf Luxusurlauber. Manche Hotels bieten Gästen, die auf einer Karibik Kreuzfahrt nach St. Lucia kommen, einen so genannten Day Pass an. Damit sind Sie für den Tag Gast des Hotels und können die Annehmlichkeiten der Anlage genießen. Es schöne Abwechslung!

Auf einer Karibik Kreuzfahrt macht Ihr Kreuzfahrtschiff übrigens in der Hauptstadt Castries fest. Die Stadt Castries bietet außer ihrer landschaftlichen Lage an einer schönen, von Bergen umgebenen Bucht leider wenig Reize. Die mehrfache Zerstörung durch Feuersbrünste beraubte sie vieler historischer Bauwerke. Im Bereich des Hafens gibt es wie üblich zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten.

Kreuzfahrtziel Guadeloupe und Martinique

Philippe GIRAUD for The Guadeloupe Island Tourist Board

Philippe GIRAUD for The Guadeloupe Island Tourist Board

Jeder der Guadeloupe und Martinique auf einer Karibik Kreuzfahrt besucht hat, wird Ihnen sagen: „Die französischen Inseln sind ganz anders“. Wer noch keine Karibik Kreuzfahrt gemacht hat, wird die Vielfältigkeit der karibischen Inselwelt ohnehin nicht begreifen. Denn karibische Inseln, das bedeutet Buchten und Strände, Rum und Folklore, Palmen und Früchte, überall Sonne, Meer und farbige Menschen. Wie könnte da eine Insel ganz anders sein? Auf Guadeloupe und Martinique sorgt das französische Flair für den Unterschied. Frankreich – das färbt viel intensiver ab! Frankreich hat auch auf Martinique und Guadeloupe viel intensiver abgefärbt als etwa England auf den benachbarten Inseln Dominica oder gar St. Lucia, wo selbst nach kurzen französischen Perioden und anderthalb Jahrhunderten britischer Herrschaft noch französische Namen und Sprach-Fetzen im Patois-Dialekt der Bevölkerung überdauert haben. Die Antwort mag einfach klingen und umreißt doch einen komplizierten Prozess: Die Franzosen haben ihre Kultur und ihr Savoir Vivre hierher mitgebracht, während die Briten einst hauptsächlich auf ihre Seemacht vertrauten, so wie die Holländer auf ihren Handel gebaut haben.

Vieles von der französischen Lebensart – der Genuss von gutem Essen und Trinken, von Liebe, Mode und Lebensfreude – fiel bei den Menschen der Karibik, den vielen Mischlingen zumal mit Anteilen französischen Blutes, vornehmlich aus der Vaterschaft, auf sehr fruchtbaren Boden. Grundzüge afrikanischer Mentalität, etwa das Talent für Musik und künstlerische Expression, auch die Spontaneität und in den Tag hinein lebende Unbekümmertheit, konnten sich mit den französischen Importen recht gut zu einer neuen Charakter-Synthese verbinden, die nunmehr das Signum „Creole“ erhalten hat. Man isst französisch mit karibischen Gewürzen; der Wein ist billig, man baut ihn sogar an, was auf den anderen Inseln nicht gelang und ihn dort zum Luxus werden ließ. Ein Hauch von Paris und von der Cote d’ Azur weht über die Promenaden und Strände mit ihren elegant und chic an- und ausgezogenen Schönheiten aller Hautfarben-Schattierungen, bei deren helleren Nuancen man oft nicht sagen kann, ob die Sonne allein oder auch ein dunkelhäutiger Großvater dabei im Spiele war.

Es ist gleichsam ein Gegengewicht zu dieser attraktiven kreolischen Lebensart, dass sie auf den beiden Hauptinseln Martinique und Guadeloupe nach wie vor von der Natur bedroht wird, von den Vulkanen Mont Pelee und Soufriere, die ihre Häupter (1464 und 1467 Meter hoch) zumeist in Wolken hüllen, deren Drohung jedoch für große Landstriche allgegenwärtig ist. Es war der Mont Pelee auf Martinique, dessen Ausbruch im Mai 1902 die größte Vulkankatastrophe der Neuzeit herbeiführte. In zehn Kilometern Entfernung und durch Lavaströme kaum erreichbar, breitete sich zu seinen Füßen an der Küste die Inselhauptstadt St. Pierre aus, in der rund 30.000 Menschen lebten. Viele von ihnen beobachteten mit Neugier den Austritt rotglühender Lava aus dem Krater, über dem am 24. April 1902 eine dicke Rauchsäule in den Himmel aufstieg. Diese Ausbrüche glühend heißer Gasmassen nahmen dann eine unerwartete Wende. Statt zum Himmel zu steigen, wälzte sich am Morgen des 8. Mai um 7 Uhr 50 eine Wolke glühenden Gases ins Tal und binnen Sekunden über die Stadt St. Pierre, die schlagartig in Flammen aufging. Das Drama vollzog sich in zwei Minuten. Von den 30.000 Einwohnern konnte keiner fliehen. Sie erstickten und verbrannten in dem bis dahin unbekannten Phänomen der „glühenden Wolke“. Ein einziger überlebte: es war der Insasse des Gefängnisses, dessen starkes Mauerwerk und kleines Gitterfenster den tödlichen Gluthauch soweit abfing, dass er mit Brandwunden davon­kam und später als Sensation in einem amerikanischen Zirkus auftrat. Noch heute zeugen zahlreiche Ruinen von der Katastrophe, darunter auch der kleine Steinbau jenes Gefängnisses. In einem Museum sind Dokumente und Erinnerungsstücke der Ka­tastrophe zusammengetragen worden, zusammengeschmolzene Eisenwerkzeuge beweisen die hohen Hitzegrade der Vulkangase am deutlichsten und lassen zugleich erkennen, dass die 30.000 Opfer des Vulkans blitzschnell vom Tode ereilt worden sind. Auf einer Karibik Kreuzfahrt werden Landausflüge nach St. Pierre angeboten.

Mitte der siebziger Jahre machte der Soufriere auf Guadeloupe Schlagzeilen, als seine Erdstöße im Jahre 1976 einen großen Evakuierungsalarm auslösten. Zu seinen Füßen liegt die Verwaltungs-Hauptstadt des Departements Guadeloupe, Basseterre, deren Einwohnern das Schicksal von St. Pierre noch deutlich vor Augen steht. Jeder von ihnen kennt seine Anweisungen für den Vulkanalarm wie ein Reservesoldat seine Mobilmachungsvorschrift. In den vergangenen Jahrzehnten ist die in größerer Entfernung vom Vulkan gelegene zweite Hafenstadt Pointre-ä-Pitre als touristisches und Handelszentrum der Insel weitaus stärker angewachsen. Hier macht Ihr Kreuzfahrtschiff auf einer Karibik Kreuzfahrt fest.

durch die Jahrhunderte des kolonialen Zeitalters und der karibischen Seekriege war eng miteinander verknüpft. Im Jahre 1635 landeten die ersten französischen Siedler auf beiden Inseln. Die dort lebenden Kariben wurden binnen weniger Jahrzehnte aus­gerottet oder vertrieben. Auf Guadeloupe haben sie Felszeichnungen hinterlassen, deren Anordnung auf den großen Steinen eines Bachbettes auf die Anlage eines Na­turheiligtums schließen läßt. Mit dem Zucker kamen die Negersklaven, deren Nach­kommen heute drei Viertel der Bevölkerung stellen. Der Reichtum der weißen Plan­tagenbesitzer nahm aus europäischer Sicht legendäre Formen an und wurde zu einer großen Verlockung für zahlreiche Übersiedler, die die Gefahren der Tropen weit unterschätzten. Viele gingen zugrunde, wenige kamen zum Erfolg. Einige Herrenhäu­ser auf alten Besitztümern künden von ihrem Lebensstil im 18. Jahrhundert. Ein Bei­spiel dafür ist die Plantage Leyritz im Nordwesten von Martinique, deren rührige Be­sitzer daraus ein kleines Hotel und ein großes Restaurant als touristisches »Reiseziel in die Vergangenheit« gemacht haben. Man schläft in den kleinen Holzhäusern, die einst den Sklavenfamilien zugewiesen waren.

Die berühmteste Tochter von Martinique ist Josephine Bonaparte, Kaiserin von Frankreich. Man überquert oder umrundet die weite Bucht von Fort-de-France, um an ihrem südlichen Ufer bei Trois-Ilets zu der nahen Domaine de la Pagerie zu gelangen, die einst Josephines Vater gehörte. Das Herrenhaus ist nur noch als steinerner Grundriss erkennbar, die alte Zuckersiederei steht als Ruine, doch das frühere Küchenhaus ist mit viel Sorgfalt als kleines Josephine-Museum ausgestattet worden. Ihr Portrait, das Kinderbett, alte Mahagoni-Möbel, Briefe und Dokumente berichten von den Stationen ihres Lebens. Das Marmor-Denkmal in Fort-de-France stammt aus dem Jahre 1859 und steht in der Nähe jenes architektonisch interessanten Bibliotheksgebäudes, dessen Namen an Viktor Schoelcher und die von diesem großen Humanisten 1848 bewirkte endgültige Abschaffung der Sklaverei erinnert. Als das Denkmal seinerzeit im Verlauf tagelanger Feierlichkeiten enthüllt wurde, regierte in Paris Napoleon III, der Enkel Josephines -auch er ein jäh aufgestiegener und schließlich vom Glück verlassener Kaiser der Franzosen, die seitdem Republikaner geblieben sind.

Was macht man auf einer Karibik Kreuzfahrt auf Guadeloupe oder Martinique. Beide Inseln haben hübsche Hauptstädte, in den man schön bummeln kann. Probieren Sie die französisch-karibische Küche! An den Stränden kann man Wasserport aller Art betreiben. Auf Guadeloupe gibt es im Nationalpark herrliche Wanderwege zum Beispiel zu dem berühmten Wasserfall Cascade aux Ecrevisses. An Bord Ihres Kreuzfahrtschiffes werden zahlreiche Landausflüge angeboten. Costa Kreuzfahrten stationiert übrigens seit einigen Jahren im Winter ein Kreuzfahrtschiff auf der Insel und bietet Karibik Kreuzfahrten von und nach Guadeloupe an.

Kreuzfahrtziel Dominica: Der Dschungel der letzten Kariben

Discover Dominica Authority

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Als ein einziger wild zerklüfteter Berg-Dschungel steigt Dominica steil aus dem Meer zwischen den beiden französischen Inseln Guadeloupe und Martinique empor und erreicht Höhen über 1000 Meter. In Dominica gibt es fast keine Strände und die sind schwarz. Die ganze Insel ist bedeckt von Bergen und dichtem Urwald. Von daher unterscheidet sich Dominica von vielen anderen Inseln, die Sie auf einer Karibik Kreuzfahrt kennenlernen. Die meisten Einwohner der Insel leben in der Hauptstadt Roseau. Hier kommen Sie auf Ihrer Karibik Kreuzfahrt an.

Eines der meistgesuchten Ziele auf Dominica ist das Reservat der Kariben. In den dichten Dschungeln der Insel leisteten die Kariben bis weit ins 19. Jahrhundert hinein zähen Widerstand. In einer Reservation an der steilen Westküste leben noch etwa 400 Kariben als letzte ihres Volkes, dessen Namen auf die gesamte Region der Inseln und des Meeres übergegangen ist. Auch diese letzten Kariben sind bereits mit anderen Bewohnern vermischt und zum Teil nur noch an ihren glatten Haaren und schmalen Nasen unter der Vielfalt der Mischlinge mit etwas hellerer Hautfarbe erkennbar. Sie leben vom Ertrag kleiner Bananenpflanzungen, vom Fischfang und Bootsbau als freundlicher, etwas scheuer Menschenschlag, der die Vergangenheit seines Volkes kaum mehr erahnen lässt. In wenigen Generationen werden sie wohl ganz in der farbigen Bevölkerung aufgegangen sein. Die Kariben, die Kolumbus auf seiner zweiten Reise kennen und meiden lernte, waren als gefürchtete Krieger und Menschenfresser von ganz anderer Art als die friedlichen Arawaks, die den Spaniern zuvor in dieser Inselwelt begegnet waren.

Heute zeigt sich Dominica noch immer als üppig grüne Urwaldinsel, deren Natur nur wenig und am Rande durch Menschenhand verändert worden ist. Nicht zuletzt deshalb wird Dominica als Ziel von Karibik Kreuzfahrten immer beliebter. Auf Wandertouren können Sie die unberührte Schönheit der  dünnbesiedelten Insel kennenzulernen. In ihrem Zentrum hat man neuerdings alte Karibenpfade zu Wanderwegen ausgebaut, ein Paradies für die Liebhaber der tropischen Botanik und Vogelwelt. Auch der mitten im Urwald gelegene Emerald Pool, ein Wasserfall mit erfrischendem Badebecken, ist von der Höhenstraße aus auf einem kurzen, aussichtsreichen Fußweg zu erreichen. Andere Naturschönheiten auf der Insel sind zum Beispiel die Sulphur Springs, der Boiling Lake oder die Trafalgar Wasserfälle.

Aber auch für die Taucher unter Ihnen lohnt der Besuch auf Dominica. Die bergige Landschaft der Insel setzt sich unter Wasser fort und macht Dominica zu einem der besten Tauchreviere der Welt. Auch auf Ihrer Karibik Kreuzfahrt werden sicher Tauchausflüge angeboten.