
Luc Olivier for the Martinique Tourist Board
Auf einer Karibik Kreuzfahrt gibt es reichlich und gut zu essen. Viele Kreuzfahrtschiffe sind schwimmenden Gourmet-Tempel mit einer Vielzahl unterschiedlicher Restaurants. Trotzdem sollten Sie es sich auf Ihrer Karibik Kreuzfahrt nicht nehmen lassen, einmal die landestypische Küche zu testen. Köstlich! Einfach köstlich und für uns einer der Höhepunkte jeder Karibik Kreuzfahrt.
Den Grundstock der karibischen Spezialitäten bilden tropische Früchte, Gemüse und vor allem Gewürze, eine große Auswahl an fangfrischem Fisch, Langusten, Krabben, Krebsen und Muscheln. Besonders zwei Gemüsearten, die die Europäer vor der Entdeckung Amerikas nicht kannten, die Tomate und die Pfefferschote (Chili), geben den Inselgerichten eine herz-hafte, würzige Geschmacksrichtung. Es gibt keinen einheitlichen Trend. Die karibische Küche wurde und wird von den Speisezetteln vieler Nationen beeinflusst: von Franzosen, Holländern, Spaniern, Amerikanern und Briten, von Dänen, Portugiesen, Indern und Chinesen, aber vor allem von Afrikanern. Man spricht allgemein von der „kreolischen Küche“.
Am bekanntesten ist die französisch-kreolische Kombination, die zu Recht weltweiten Ruhm genießt. Auf Martinique, Guadeloupe und den anderen französischen Inseln kann man wie Gott in Frankreich schlemmen. Deshalb sollte man die großen Restaurants meiden und nach einer „Chez Odette“ oder „Chez Catherine“ Ausschau halten. Die Namen der Köchinnen stehen Pate für viele kleine Familienbetriebe, die an ihren vier bis fünf Tischen alle Köstlichkeiten zu einem reellen Preis servieren: Accras, kleine Vorspeisen aus Fisch, Seeigeln, Kürbissen, Erbsen oder Hirn; Callaloo, die „Königin der kreolischen Suppen“ mit Krebsen, Fischen, Gemüsen und vielen Gewürzen; Blaff, marinierter Fisch, gedünstet in Bouillon a la Creole. Lambi, das rosa Fleisch der großen Meeresmuschel, ist auf vielen Inseln jahrzehntelang eine beliebte und billige Nahrungsquelle gewesen. Doch weil man glaubt, dass sie die Manneskraft stärkt, droht dieser Muschel wegen Überfischung die Ausrottung. Lambis werden als Salat, roh in Limonensaft mariniert, zubereitet, zur Soupe de Lambi und als Steak.
Jamaikas Spezialitäten sind: Currygerichte mit Lamm und Ziegenfleisch, Stamp & Go, gebackener Kabeljau mit gebratenen Bananen oder gedünstetem Wegerich, Rice and Peas, nicht mit Erbsen, sondern Bohnen, Zwiebeln und Kokosmilch und natürlich Jerk Chicken. Als Delikatessen Puerto Ricos gelten: Jueyes, gekochte Landkrabben in der Schale, Pescado guisado, Fischgulasch, Asopao, Reiseintopf mit Garnelen und Langusten oder Geflügel. Saint Lucia wirbt damit, die besten Langusten der Welt zu haben. Trinidad ist, durch den großen indischen Bevölkerungsanteil, berühmt für die schärfsten Currygerichte der Welt; die karibische Blutwurst und der Pfeffertopf sind hier ebenso zu Hause wie Sanococho, ein Rind-Schweinefleisch-Gemüseeintopf und Panatela-Kokosnusstörtchen. Es gibt viele gute chinesische Restaurants.
Auf den holländischen Inseln bereitet man den Edamer zu Keshiyena, einen mit Garnelen oder Geflügel gefüllten und gebackenen Edamer; hier findet man auch indonesische Reistafeln mit karibischer Geschmacksrichtung und Funchi- eine Art Tortilla. Dominica bereitet aus den Mountain-Chicken (Ochsenfröschen) riesige Froschschenkel gegrillt, gedünstet mit pikanten Soßen. Barbados ist unübertroffen in der Zubereitung von Fliegendem Fisch, Seeigeln und seinem kreolischen Pfeffertopf. Bananenspeisen sind über-all unendlich variabel, ebenso die Zubereitung der Brotfrucht und der Kokosnuss. Jams, Süßkartoffel, Ananas, Mango, Papaya, Avocado, Akee, Taro, Guava, Fisch, Schalentiere, Hühner, Rinder, Ziegen und Schweine und eine Vielzahl an Gewürzen machen den Reichtum dieser Küche aus.
Rum ist das Nationalgetränk aller Inseln. Auf Ihrer Karibik Kreuzfahrt wird Ihnen überall ein leckerer Rumpunsch angeboten. Sehr lecker aber auch sehr gefährlich. Unvorstellbare Mengen Rum werden in der Karibik jedes Jahr aus dem Zuckerrohr gewonnen, und es gibt kaum eine Insel, die nicht ihren eigenen typischen Rum destilliert. Jeder ist besser als die Sorten, die man zu Hause gekostet hat. Ein guter Rum sollte zwischen fünf und 15 Jahre gelagert sein. Zu den erstklassigen Anbietern zählen: Mount Gay (Barbados), Don Q (Puerto Rico), Bally und La Mauna (Martinique), Appleton und Cockspur (Jamaika). Die Destillerien von Mount Gay auf Barbados oder auch von Barcadi in Puerto Rico können Sie auf einer Karibik Kreuzfahrt im Rahmen eines Landausfluges besuchen. Ob pur oder auf Eis, als Pina Colada, Rum-Flip, Rum Sour, Banana Daiquiri (auf St. Thomas), Rum Collins oder Blue Mountain Cocktail – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.